Lehre

Lehrveranstaltung SoSe 2018

Seminar: Form Follows Function

Das Verhältnis von Architektur und Mathematik ist ein facettenreiches Wechselspiel von ästhetischem Ausdruck und planerischer Optimierung, funktionaler Notwendigkeit und gestalterischer Freiheit. Wie aber entsteht ein solches Wechselspiel von Formfindung, Formgebung, Notwendigkeit und Inspiration?

Exemplarisch beschäftigen wir uns mit dem Einsatz von Mathematik in Entwurf und Gestaltung, zum Beispiel bei den Ornamentfliesen am Haus Olbrich, sowie bei Planung und Konstruktion, zum Beispiel bei der Wasserbauhalle von Ernst Neufert.

Im Rahmen von Übungen und Stadtrundgängen durch Darmstadt werden wir, in einer kooperativen Lehrveranstaltung mit Studierenden des Fachbereichs 4, mathematische Strukturen in Gebäuden und Stadträumen entdeckten. Diese Erkenntnisse dokumentieren wir und arbeiten sie als anschauliche und nachvollziehbare Beispiele auf, sodass sie von Lehrkräften an Darmstädter Schulen im Unterricht eingesetzt werden können.

Kooperationsseminar mit dem Fachbereich Mathematik, Fachgebiet Didaktik, Frau Prof. Dr. Regina Bruder und Frau Krauth

Lehrveranstaltung im WiSe 2017/18

Seminar: Pflanzen-Gesellschaften

Die ständig wachsende Nachfrage nach Wohnraum, die Erschließung neuer Wohngebiete sowie die Konversion von Flächen stehen selten im Einklang mit der Natur, die unsere Lebensgrundlage bildet.

Eine zunehmende Versiegelung, steigendes Verkehrsaufkommen sowie die Freizeit- und Erholungsinteressen der Bevölkerung – einerseits – müssen abgestimmt werden mit den naturräumlichen Erfordernissen von Fauna und Flora -andererseits.

In Kooperation mit dem Fachbereich Biologie beschäftigen wir uns damit, wie eine Konversionsfläche in Hanau, in der zeitnah 5000 Menschen leben werden, entwickelt und gleichzeitig der Naturraum des angrenzenden FFH-Gebietes geschützt werden kann. Ziel ist gemeinsam ein Umwelt-Programm zu erarbeiten, das in die Gebietsentwicklung integriert werden kann und auf dessen Grundlage die Umsetzung von Maßnahmen vor Ort möglich ist.

Kooperationsseminar mit dem Fachbereich Biologie, Herr Prof. Dr. Andreas Jürgens und Dr. Christian Storm, Chemical Plant Ecology.

Lehrveranstaltung SoSe 2017

Vom Pionier zum Modellquartier

Die ca. 50 ha große Konversionsfläche der Pioneer-Kaserne in Hanau liegt im Spannungsfeld von Autobahn, Auwald, Gewerbe- und Wohngebieten. Daraus ergeben sich vielfältige Entwicklungspotentiale wie auch Konflikte. In einem interdisziplinären Seminar der FB Architektur und Soziologie betrachten wir das Gebiet aus stadtsoziologischer Sicht. Ihre zentralen Begriffe, Theorien und Konzepte werden vorgestellt und nach den Potenzialen und Anknüpfungspunkten für die empirische Erforschung von Revitalisierungsprojekten auf Konversionsflächen gefragt. Des Weiteren werden unterschiedliche Perspektiven kritischer Stadtforschung, wie der Blick auf Widersprüche, Machtverhältnisse und Konstellationen gesellschaftlicher Interessen, in Stadtentwicklungs- und Wohnungspolitik betrachtet. Dies wird verknüpft mit praktischen Aufgaben, Interviews der am Stadtumbauprozess Beteiligten sowie den Ergebnissen der vorzeitigen Bürgerbeteiligung. Diskutiert wird das Stadtförderungsprogramm „Klima-Pionier“.

Lehrveranstaltung WiSe 2016/17

Seminar: Knotenpunkt Ostbahnhof

In dem Seminar wird die Verknüpfung von verkehrsplanerischen Anforderungen und stadtplanerischer Gestaltung am Beispiel des Knotenpunkts Ostbahnhof gemeinsam aufbereitet.

Durch eine enge Zusammenarbeit von Studierenden der Fachbereiche Bau- und Umwelting.-wissenschaften und Architektur sollen sowohl die verkehrstechnischen Rahmenbedingungen als auch die städtebaulichen Gestaltungsanforderungen verknüpft und in einem gemeinsamen Projekt zusammengefügt werden. Wesentlich ist der Blick auf die unterschiedlichen Disziplinen und das Voneinander Lernen, um so eine spätere Zusammenarbeit als Fachplaner zu üben.

Im Rahmen des interdisziplinären Seminars, das sich besonders an die Master-Studierenden des FB 13 (Bau- und Umwelting.-wissenschaften) der Fachrichtung Verkehrsplanung / Verkehrstechnik wendet, werden für diese die Grundlagen der Stadtplanung vermittelt.

Bild KPO

Abschlussarbeiten WiSe 2016/2017

Die Skyline und ihre Bedeutung für Frankfurt – Betrachtungen zum Hochhausentwicklungsplan

Bachelor-Arbeit von Alexandra Cicoare

Kooperation:

Geografie, Johann Wolfgang von Goethe Universität Frankfurt mit dem Fachgebiet Entwerfen und Stadtplanung, Fachbereich Architektur, TU Darmstadt

Betreuung und Erstgutachterin Dr.-Ing. Karin Diegelmann

©Nicolas Scheuer / Wikipedia
©Nicolas Scheuer / Wikipedia

Lehrveranstaltung SoSe 2016

Seminar: Urban Spaces

In dem interdisziplinären Projektseminar für Studierende der Fachbereiche Architektur und Pädagogik, das im Rahmen des Projekts INTER/CITY15 angeboten wird, soll erarbeitet werden wie die unterschiedliche Wahrnehmung von Räumen ist, welchen Nutzen und welche Funktionen diese aus den verschiedenen Blickwinkeln haben und wie Gruppen um diese Räume verhandeln und welche Perspektiven sich daraus ergeben.

Es versteht sich als Ideen-, Aushandlungs- und Lernraum, in dem Studierende unterschiedlicher Disziplinen sowohl theoretisch als auch praxisorientiert miteinander arbeiten. Neben der Erarbeitung und Diskussion theoretischer Grundlagen werden Exkursionen integrativer Teil der Veranstaltung sein, um praxistaugliche Ansätze in Rückbindung an die Theorie reflektieren und ausgestalten zu können.

Abschlussarbeiten SoSe 2016

Der ‚zu planende Raum‘

Master-Arbeit von Annika Grill

Im Rahmen des Projekts INTER/CITY15 wurde eine interdisziplinäre Masterarbeit am FB 2, Gesellschafts- und Geschichtswissenschaften, Institut für Soziologie, betreut. Das Thema war „Der ‚zu planende Raum‘. Wie konstituieren sich Räume der Planung und welche Optionen wohnen ihnen inne?“

Ziel der Arbeit war „die Denk- und Kommunikationsprozesse in den Mittelpunkt der Betrachtung [zu stellen] welche bereits in der frühen Planungsphase zwischen planenden Akteur/innen, Gruppen, Organisationen und Konstellationen als auch politischen Entscheidungsträgern, Anspruchsgruppen und der Öffentlichkeit stattfinden“. Ausgehend vom theoretischen Modell der „Eigenlogik der Städte“, setzte sich die Autorin mit dem Sachverhalt auseinander, dass Gesellschaften Räume und Räume Gesellschaften formen.

Lehrveranstaltung WiSe 2015/16

Seminar: Bewegungsraum Stadt

Das Seminar „Bewegungsraum Stadt“ ist eine interdisziplinäre Veranstaltung des Fachgebiets Stadtplanung und Entwerfen mit dem Institut für Sportwissenschaften an der TU Darmstadt. Herausgearbeitet werden Schnittstellen, an denen sich diese Disziplinen im Alltag begegnen. Dies geht von geplanten Sportaktivitäten durch Sportvereine, über ungeplante Aktivitäten, z.B. Joggen und Fahrradfahren, den Trendsportarten, z.B. Cross Golf und Skaten bis hin zu den Gebäuden und Räumlichkeiten, z.B. Stadien, Sport- und Kletterhallen, die für Sport und Bewegung genutzt werden. Betrachtet wird wie Bewegungs- und Freiräume in den städtischen Kontext eingebunden werden können, wo Stadtplanung Bewegung verhindert, wie Menschen diese kompensieren und wo Konflikte entstehen und wie diesen zwischen Nutzungen und Nutzergruppen begegnet werden kann. Anhand von konkreten Beobachtungen soll dies dokumentiert, Potentiale herausgearbeitet, in Form von Planungsbeispielen vertieft sowie Alternativen entworfen werden.

Link zum Film Bewegungsraum Stadt Teil 1

Link zum Film Bewegungsraum Stadt Teil 2